| Spirituosenexperten für die Prämierungsfeier im Grand Resort Bad Ragaz ist gefällt: Gold, Silber, Bronce . . . oder durchgefallen. «Schnaps ist Schnaps» tönte es früher oft von den Wirtshaustischen, wenn es nicht so darauf ankam, was für ein «Feuerwasser» die Serviertochter vom Tresen holte. In der Schweiz sind diese Zeiten vorbei. Angeregt von der Eidgenössischen Alkoholverwaltung und wohl auch, um sich von der ausländischen Schnapskonkurrenz positiv abzuheben haben sich vor zehn Jahren der Spirituosenverband, der Obstverband und der Schnapsbrennerverband zur Distiswiss-Vereinigung zusammengeschlossen mit dem Ziel: Weg vom Schnaps, hin zum Edelbrand. Qualität durch Ausbildung Um dieses Ziel zu erreichen konnten sich die angehenden Edelbrenner bei Distiswiss in Kursen wie Qualität der Früchte, Einmaischen, Vergären, Destillieren und Verkosten das Wissen für die Praxis holen. Jugend- und Umweltschutz wurden ebenfalls thematisiert. Und alle zwei Jahre organisiert Distiswiss eine nationale Prämierung für Schweizer Edelbrände. Das ist die beste Gelegenheit für Brenner, ihre Destillate vergleichend bewerten zu lassen und der Öffentlichkeit vorzustellen. Andreas von Ows «Goldene Quitte» Im September 2009 war es wieder so weit. Eine 17köpfige Expertenjury darunter auch |
Was Feld und Flur hergeben |
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| Frauen gaben sich bei der Verkostungswertung ganz dem Genuss hin und beurteilten mit Hilfe einer Skala von 0 bis 100 Punkten rund 400 Edelbrände von 80 Erzeugern aus der ganzen Schweiz. Vorgabe der Distiswiss für die Erzeuger war, fünf verschiedene Eigenprodukte zur Bewertung einzureichen. Nur ein Vertreter aus dem Kanton Schaffhausen nahm diese Gelegenheit wahr: der Büsinger Andreas von Ow. Und das mit grossem Erfolg, denn seine fünf Brände landeten alle auf dem Treppchen. Sein Destillat Quitte Ronda erreichte mit 94,2 Punkten die Goldmedaille. Und weil es die beste aller eingereichten Quitten (90 bis 100 Punkten) war, wurde sie mit dem Prädikat «Goldene Quitte» noch zusätzlich ausgezeichnet. Die Juroren bewerteten von Ows Quittenbrand wie folgt: «Sie ist in der Nase feinfruchtig und blumig. Im Gaumen wirkt der Brand überaus gehaltvoll, mit schönem Spiel zwischen Süsse und Herbe.» Ebenfalls Gold mit 91,8 Punkten erreichte auch sein «Williams». Der Quittenlikör (88,4 Punkte) und der Traubentrester RieslingxSylvaner kamen in die Silberränge. Von Ows Hedelfinger-Kirsch verpasste um winzige 1,4 Pünktchen die Silbermadaille und bekam Bronze. «Wie erklärt sich von Ow, der sich erst seit drei Jahren mit der Produktion von Edelbränden befasst, diesen Erfolg? «Das entscheidende bei einem erfolgreichen Brand ist die erste Stufe: die Qualität des zugeführten Obstes. Ich bin Landwirt und Obstbauer, da bin ich Fachmann, da kenn ich mich aus.» mmm Zurück |
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