Das Fahrzeug-Kennzeichen Büs-A statt KN-A
Wenn ein Büsinger in eine deutsche Stadt fährt, sein Auto parkiert und nach einiger Zeit wieder zurückkommt, dann trifft er nicht selten auf einen oder gar mehrere Männer, die in gebückter Stellung sein Autokennzeichen begutachten und darüber diskutieren. «Büs-A . . . noch nie gesehen . . . dass es das überhaupt gibt.» Doch, doch . . . das gibt es. Nicht oft zwar, aber immerhin. Es werden wohl so um die 700 Autos sein, die dieses (für Nicht-Büsinger exotische) Kennzeichen tragen. Und das nicht ohne Grund. Büsingen gehört zum Landkreis Konstanz und hätte eigentlich ein KN-Kennzeichen an den Autos und Motorrädern. Aber weil Büsingen auch hier wieder ein Sonderfall ist, wurde unser Dorf aus der KN-Pflicht entlassen und mit einem eigenen Büs-Kennzeichen bedacht. Zum Vorteil und zur Arbeitserleichterung für Schweizer Grenzbeamte. Denn während ein Schweizer Zöllner in Genf oder Basel deutsche Autos als Durchreisende taxiert und in der Regel gar nicht erst anhält, weiss er, dass ein Büs-Auto zum Wirtschaftsraum Schweiz gehört und eventuell zollpflichtige Waren mit sich führt. Er stoppt das Büs-Auto und dann kommt die obligate Frage: «Händ Sie öbbis chauft oder gschenkt übercho?» Übrigens, es gibt auch Autos mit Büs-Z-Kennzeichen. Aber die sind an einer Hand abzuzählen. Das sind Autos, die unverzollt nach Büsingen eingeführt wurden, aber nur zwei Jahre in diesem Status gefahren werden dürfen.

Hilfreich für Schweizer Zöllner:
Büs-A . . .

. . . und Büs-Z.